Kennzahlen für Agenturen, kurz erklärt
Fünf Zahlen reichen, um eine Agentur zu steuern. Wir rechnen sie an einem Jahr mit acht Mitarbeitenden durch — jede mit Formel, Beispielwert und der Entscheidung, die daraus folgt.
8 Minuten Lesezeit
Fünf Zahlen reichen, um eine Agentur zu steuern. Wir rechnen sie an einem Jahr mit acht Mitarbeitenden durch — jede mit Formel, Beispielwert und der Entscheidung, die daraus folgt.
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Acht Mitarbeitende, 13.376 Stunden Anwesenheit im Jahr, davon 8.800 auf Kundenprojekte gebucht. Daraus entstehen rund 800.000 € Jahresleistung.
Alle fünf Kennzahlen unten stammen aus diesen Zahlen. Setze deine eigenen ein — die Formeln bleiben gleich.
| Kennzahl | Formel | Beispiel |
|---|---|---|
| Erlös je Stunde | Leistung ohne Fremdkosten ÷ gebuchte Stunden | 91 € |
| Buchbare Quote | Kundenstunden ÷ Anwesenheitsstunden | 66 % |
| Auftragsbestand | Beauftragt, noch nicht geleistet | 260.000 € |
| Deckungsbeitrag je Kunde | Erlös − Fremdkosten − Stunden zum Kostensatz | 5.990 € |
| Außenstände | Offene Rechnungen, davon über 30 Tage | 62.000 € |
Mehr Kennzahlen führen selten zu mehr Klarheit. Wer diese fünf monatlich kennt, kennt seine Agentur.
Der Erlös je Stunde von 91 € liegt über den 77 €, die die Kosten decken, und knapp über dem Listenpreis von 90 €. Das Jahr trägt sich, ohne Reserven aufzubauen.
Die buchbare Quote von 66 Prozent ist die stärkste Stellschraube. Ein Punkt mehr sind 134 Stunden — bei 91 € rund 12.000 € zusätzliche Leistung, ohne eine einzige Einstellung.
Der Auftragsbestand von 260.000 € entspricht knapp vier Monaten. Fällt er unter zwei, gehört die Akquise nach oben auf die Tagesordnung — lange bevor es im Umsatz sichtbar wird.
Der Deckungsbeitrag zeigt, was ein Kunde nach Fremdkosten und Personalkosten übrig lässt: beim Relaunch 36.020 € minus 390 Stunden zu 77 € macht 5.990 €. Die Außenstände schließlich sind die Zahl, die über Liquidität entscheidet, nicht über Erfolg.
Umsatz je Mitarbeiter, Anzahl der Projekte, Zahl der Angebote: interessant, aber ohne Handlungsfolge. Eine Kennzahl verdient ihren Platz nur, wenn eine Entscheidung an ihr hängt.
Der Test ist einfach: Was tust du, wenn die Zahl um zehn Prozent fällt? Fällt dir nichts ein, kannst du dir das Messen sparen.
Mit worqy stehen diese fünf Zahlen erfreulich schnell bereit — Projekte, Stunden und Rechnungen liegen im selben System.
Kennzahlen auf dem Dashboard
Die Kacheln auf der Startseite zeigen die Werte, die du eingestellt hast — der Blick am Morgen dauert Sekunden.
Dashboard →Kacheln selbst festlegen
In den Einstellungen bestimmst du, welche Werte als Kennzahlen erscheinen — passend zu den fünf Zahlen, die ihr wirklich nutzt.
worqy Einstellungen →Erlös je Kunde und Monat
Die Monatsberichte führen Stunden, Fremdkosten, Artikel und Erlöse je Kunde zusammen — die Basis für Erlös je Stunde und Deckungsbeitrag.
Monatsberichte →Umsatz über Jahre vergleichen
Jahresauswahl, Jahresvergleich und Monatsdiagramm zeigen Entwicklung statt Momentaufnahme.
Umsatzübersicht →Offene Posten im Blick
Mahnungen zeigen, welche Rechnungen überfällig sind, und der Rechnungsabgleich ordnet Kontobewegungen automatisch zu.
Mahnungen →Buchbare Quote aus den Stunden
Die erfassten Zeiten zeigen, welcher Anteil der Anwesenheit auf Kundenprojekte geht — je Rolle und je Monat.
Reporting und Zeiterfassung →Schnell, übersichtlich, unkompliziert — worqy.
Schreibe neben jede Kennzahl den Wert, ab dem du handelst. Eine Zahl ohne Schwelle ist eine Information; eine Zahl mit Schwelle ist eine Entscheidung.
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